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System DynamicsSystem Dynamic einfach gemachtSystem Dynamics ist die Grundlage der quantitativen Modellierung im CONSIDEO MODELER. Entwickelt schon vor über 50 Jahren am MIT (Wikipedia) erlaubt es Dynamiken, sprich Entwicklungen im Zeitverlauf, zu berechnen. Eine Besonderheit ist der Umgang mit so genannten Bestandsfaktoren und damit mit Wirkungsschleifen. Bei letzterem stoßen wir beispielsweise mit einer Tabellenkalkulation schnell an Grenzen. Andere Tools für System Dynamics verlangen vom Anwender die bewusste Auswahl von Bestands-, Fluss-, Informations- und Hilfsfaktoren. Im MODELER müssen wir nur Bestandsfaktoren (Material, Budget, Motivation von Mitarbeitern o.ä.) identifizieren und die übrigen Faktortypen werden weitestgehend automatisch gewählt. Die Formel für einen Bestandsfaktor berechnet der MODELER dann von ganz allein. Es handelt sich um ein Integral über die Differenz der Inflows und Outflows über die Zeit. Klingt kompliziert, weshalb man darüber beim MODELER auch nicht Bescheid wissen muss. Bei der Berechnung von Wirkungsschleifen unterscheiden wir ja selbstverstärkende Wirkungsschleifen (z.B. Kontostand erhöht Zinsen, die wiederum Kontostand erhöhen) und ausgleichende Wirkungsschleifen (z.B. Kontostand erhöht Lust zum Kaufen, die wiederum den Kontostand senkt). Eine Wirkungsschleife je Zeitschritt zu berechnen erfordert einen Anfangs- und einen Endwert, da sonst eine Software ja ständig im Kreise rechnen würde. Für so einen Anfangs- und Endwert sorgen in Schleifen die Bestandsfaktoren. Eine weitere Besonderheit des MODELERs ist es anbei, auch Schleifen mit Nicht-Bestandsfaktoren berechnen zu können, wenn in diesen ein Input-Faktor für den Anfang sorgt, und eine Verzögerung für das Ende. Eng verwandt mit System Dynamics ist die diskrete Simulation. Eigentlich versucht man bei System Dynamis durch möglichst kleine Berechnungsschritte von Teilen einer Zeiteinheit und Wahl eines Runge-Kutta-Algorithmus eine genauere Berechnung der Integrale zu erzielen. Genauer heisst, dass wir z.B. nicht auf unser monatliches Einkommen einmal pro Monat Zinsen rechnen, sondern dass wir durch mehrere Berechnungsschritte pro Zeiteinheit Monat auch einen gleichverteilten Fluss des Einkommens über den Monat annehmen, und von jeder so entstehenden Zwischenmenge Einkommen bereits Zinsen rechnen würden. Eigentlich eine feine Sache, wenn Arbeit sofort und nicht erst am Monatsende bezahlt würde und Banken Zinsen für jede Minute oder gar Sekunde zahlen würde. Das wäre aber nicht unternehmens- und prozesspraktisch, weshalb leichter nachvollziehbare Berechnungen je ganzer Zeiteinheit und mit dem Simple-Euler-Algorithmus (im MODELER voreingestellt) vorgenommen werden. Es handelt sich dann defacto um eine diskrete Simulation, die wir zumindest Schritt für Schritt auch mit dem Taschenrechner nachrechnen könnten. Das alles ist jetzt hier aber nur Theorie und in der Praxis des MODELERs kaum von Bedeutung. |
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