Für Prozesse wie für Projekte gilt: Optimierungspotentiale und
Möglichkeiten der Fehlervermeidung ergeben sich aus Kenntnis der
Zusammenhänge. Ein Prozess ist meist nur kompliziert. Probleme aber
entstehen dann durch nicht-bedachte Einflüsse, die den Prozess eher
komplex als kompliziert machen.
Es gibt am Markt tolle, ausgereifte Werkzeuge, um komplizierte
Prozesse abzubilden. Es gibt zudem eine Reihe von Standards, so
genannte Geschäftsprozess-Modellierungs- Notationen (BPMN).
Diese mächtigen Werkzeuge und die Notationen sind für Experten
eine feine Sache - durch den Kunden selbst aber zumeist nicht mehr
anzuwenden. Deshalb werden in vielen Unternehmen selbst bei Vorhandensein
von Prozessmodellierungswerkzeugen immer noch PowerPoint und Mind
Maps mehr schlecht als recht eingesetzt.
Damit haben wir schon die zwei wichtigsten Alleinstellungsmerkmale
des MODELERs zur Darstellung und Optimierung von Prozessen:
- Jeder kann's. Ohne große Einarbeitungszeit können natürlichsprachlich
unter Verwendung von z.B. Farben beliebig detaillierte bzw. umfangreiche
Prozesse abgebildet werden. Mit dem PROCESS MODELER kommen speziell
für Prozesse neue Faktortypen hinzu, mit denen Prozesse ohne Angabe
von Formeln berechnet werden können.
- Es sind beliebige Einflüsse und die daraus folgende Komplexität
abbildbar. Das können dann durchaus nicht-lineare Entwicklungen
wie Lern- oder Ermüdungskurven, Wartungsintervalle in Abhängigkeit
von Durchlaufzeiten, schleichende Qualitätsprobleme usw. sein.
Mit der Monte-Carlo-Simulation können zudem Risiken in ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten
simuliert und somit best-, worst- und most-likelycases ermittelt
werden.
Es werden aber nicht nur konkrete Berechnungen in quantitativen
Modellen nützlich sein. Risiken und Maßnahmen können auch für
sehr große Prozesse schnell und einfach in qualitativen
Modellen identifiziert werden. Dieses Vorgehen ist Six Sigma
Experten von der Ishikawa-Modellierung her bekannt. Erst grob
schauen, was die entscheidenden Faktoren sind, und dann für
diese nach Möglichkeiten der Quantifizierung suchen.
- So ist der dritte Vorteil die Verwendung von Submodellen zur
Abbildung von sehr großen Prozesszusammenhängen. Es können gar
Tausende von Faktoren miteinander in Beziehung gesetzt werden.
Die üblichen Beschränkungen von Swimlane- Diagrammen etc. kennt
der MODELER nicht. Alles kann mit allem an jeder Stelle verbunden
sein und über Wirkungsketten oder die Erkenntnis-Matrix qualitativ
analysiert werden.
- Als vierter Vorteil ist die einfache Identifikation von Flaschenhälsen
im Sinne der Theory of Constraint (ToC) zu nennen. Zur Optimierung
von Prozessen gilt es Bestände zu minimieren und durchgängig benötigte
Ressourcen bzw. auch unausgelastete Ressourcen zu identifizieren.
Genau diese Werte können im Management-Cockpit des PROCESS MODELERs
angezeigt und Verbesserungsmöglichkeiten in Szenarien durchgespielt
werden.
