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KNOW-WHY-Denkweise und Systemisches DenkenKNOW-WHY-Denken - eine praxisorientierte SystemtheorieEs gibt eine Reihe von Systemtheorien, von denen kaum eine in der Praxis Anwendung findet. Kai Neumann sagt nun mit seinen Büchern, in seinen Vorträgen und den Workshops: “Vergesst doch mal alle komplizierten Beschreibungsversuche und überlegt Euch, WARUM es letztlich ist, wie es ist. Fragt bei jeder Antwort, wie ein neugieriges Kind, weiter nach dem WARUM und am Ende landet Ihr bei KNOW-WHY, dass nämlich alles nur ist, da es sich erfolgreich anpasst und mit dem Wandel und in Konkurrenz weiterentwickelt”. So sind das Viable System Modell (VSM) von Stafford Beer, das AGIL-Schema von Talcott Parsons, die Kybernetik bei Frederic Vester, Spiral Dynamics, Niklas Luhmann soziologische Systemtheorie etc. systemtheoretische Ansätze, die beobachtbare Phänomene hervorragend beschreiben, aber viele Ausnahmen nicht erklären können, da sie letztlich nicht begründen, sondern nur beschreiben. Anders gesagt: Zu sagen, erfolgreich ist etwas, was wie eine lebende Zelle funktioniert, reicht nicht. Wenn wir aber weiter fragen, warum eine lebende Zelle (VSM) erfolgreich ist, kommen wir zur KNOWWHY- Denkweise. Eine Zelle ist nicht erfolgreich, da sie sich selbst organisiert. Eine Zelle ist erfoglreich, da sie sich durch die Selbstorganisation (Autopoiesis) erfolgreich anpassen (integrieren) und weiterentwickeln kann und nur so in der Gegenwart und in Zukunft überleben kann. Am weitesten in diese Richtung gedacht hat vergleichbar Kai Neumann übrigens Arthur Koestler mit seiner Theorie der Offenen Hierarchischen Systeme (OHS), in der Holone in Holarchien eine selbstbehauptende und selbst-integrierende Tendenz verfolgen. Hier ist die KNOW-WHY-Denkweise aber deutlich einfacher und mächtiger. Insbesondere die ikonographische Darstellung eines Ereignisraumes durch die KNOW-WHY-Welle (auch ilsa-Welle genannt) hilft, KNOW-WHY-Denken zu vermitteln.
Mehr dazu in den Büchern, Vorträgen und Workshops von Kai Neumann. KNOW-WHY hilft auch beim Modeln: Als KNOW-WHY-Methode hilft diese Denkweise bei der systemischen, kreativen und letztlich auch analytischen Suche nach den entscheidenden Faktoren.Wir starten mit einem Faktor für die Zielsetzung unseres Modells und fragen dann, durch welche Faktoren dieser integriert wird, bzw. seine Integration gefährdet wird, und durch welche Faktoren er sich weiterentwickelt, welche in Zukunft eine positive oder negative Rolle spielen werden. Sukzessive stellen wir diese Fragen dann an jedem anderen Faktor des Modells und anfangs hierarchisch, wie ein Mind Map, bauen wir dann ein umfangreiches Modell mit den entscheidenden Faktoren auf. Das funktioniert in der Praxis viel einfacher, als es hier in der Beschreibung klingt. Die Fragen nach Integration und Weiterentwicklung können selbstverständlich variiert werden. Wovon hängt etwas ab? Was stört heute. Was morgen? Wie geht es weiter? …. usw.. Der Modellaufbau kann explizit wie in der folgenden Abbildung, oder implizit, indem nur immer mal wieder die Fragen gestellt werden, nach KNOW-WHY erfolgen.
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