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ABM, NN, Hard-ORHard-OR vs. Soft-ORDer MODELER bildet unsere Einzelargumente ab und bietet als Auswertung die Betrachtung der Konsequenzen aus der Summe unserer Einzelannahmen. Wir können jederzeit nachvollziehen, wie diese Ergebnisse zustande kommen. Wir nennen es daher gern eine White Box, eine direkte Erweiterung unseres Gehirns, ein Entscheidungsunterstützungssystem (DSS), das uns die Entscheidung keinesfalls abnimmt, sondern nur im Denken unterstützt. Im Gegensatz dazu gibt es Methoden zur Analyse von Zusammenhängen, die eher eine Black oder Grey Box darstellen. Dazu zählen die Neuronalen Netze (NN): Neuronale Netze eifern das menschliche Gehirn nach und simulieren die Verschaltung von sehr vielen Neuronen. Nach einer Trainingsphase mit vielen Inputs wird dann ein Output vorgeschlagen, von dem wir nicht wissen, warum es so sein sollte. Außerdem gibt es Methoden, die eine Grey Box darstellen, wie etwa die Agentenbasierte Modellierung (ABM). Hier geben wir so genannten Agenten nur ein grundsätzliches Verhalten vor und blicken nach mehreren Simulationsläufen auf die Summe der Einzelverhalten. Schließlich gibt es als White-Box noch Verfahren zur mathematischen Suche nach einer optimalen Lösung für einen Zusammenhang. Das wird Operations Research (OR) genannt. Hier wird unterschieden zwischen Soft-OR und Hard-OR. Hard-OR funktioniert bei idealisierten Aufgabenstellungen durch mathematische Näherungsverfahren (z.B. Simplex-Algorithmus, Lineare Programmierung). Soft-OR ist dann eher etwas für die Realität und funktioniert bei nicht-idealisierten Problemstellungen eben auch mit dem MODELER, indem der Nutzer kraft auch seiner Intuition verschiedene Lösungsmöglichkeiten durch Simulation eines Modells durchprobiert, und so zu einer möglichst optimalen Lösung kommt. So hat übrigens die Deutsche Bahn mit dem MODELER eine große Optimierungsaufgabe mit einem überraschend guten Ergebnis gelöst. “Verschiedene Komponenten des Achssystems eines ICE-Zuges bilden ein Gesamtsystem mit vielen Faktoren, einer Vielzahl von Rückkopplungsschleifen und vielen gleichzeitig zu berücksichtigen Kriterien. Ziel eines Beratungsprojektes war es, aufzudecken, welche Effekte durch einzelne Verbesserungsmaßnahmen erreicht werden können. Mit Hilfe eines Consideo-Modells konnten nicht nur die Beiträge der Maßnahmen, einzeln oder in Kombination, bewertet werden. Aus dem Modell ergaben sich auch ganz neue Optimierungsansätze, die zu deutlich höheren Verbesserungen führen als alle zuvor betrachteten Maßnahmen.” Dr. Werner Stich
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